Mehr lesen Tipps: So machst du das Lesen zur angenehmen Gewohnheit

Mehr Lesen Tipps

Eine gängige Ausrede zum Nichtlesen ist die Annahme, dass man nicht genügend Zeit zum Lesen hat.

Aber mal ehrlich: Wie oft am Tag oder in der Nacht loggen wir uns bei Facebook, Instagram oder Twitter ein? Wieviel Zeit verbringen wir vor dem Fernseher oder mit Nichtstun?

Die folgenden Tipps helfen dir, mehr Zeit zum und auch mehr Spaß am Lesen zu finden.

Mehr lesen, wenn man nur genügend Zeit hätte…

Die Zeit, die Zeit… Der schweizerische Schriftsteller Martin Suter schrieb einen Roman mit genau diesem Titel. Womit wir auch schon beim Thema des Tages wären: Mehr Zeit fürs Lesen finden!

Das Wort Lesen bringen viele mit Lernen zusammen. Tatsächlich lernt man natürlich auch etwas beim Lesen. Aber selbstverständlich muss nicht jedes Buch ein Sachbuch oder eine wissenschaftliche Abhandlung sein.

Wenn du meinst, dass du zu wenig Zeit zum Lesen hast (was in den meisten Fällen eine an den Haaren herbeigezogene Ausrede ist), dann nimm dir am besten ein einfacheres Buch vor, dessen Lektüre vor allem dem leichten und angenehmen Zeitvertreib dienlich ist. Nimm einfach eine interessante Zeitschrift zur Hand oder einen billigen aber interessanten Magazinroman.

Für den Anfang soll es reichen, dass du anstatt deine kostbare Zeit auf gängigen Social-Media-Kanälen totzuschlagen, deinen Blick auf die Seiten eines echten Buches oder auf die virtuellen Seiten eines eBook-Reader richtest.

Wenn du meinst, keine Zeit zum Lesen zu finden, dann mache das Lesen zu deinem neuen und angenehmen Zeitvertreib!

Schön, dass du dir überhaupt die Zeit genommen hast, diesen Artikel zu finden und ihn auch noch zu lesen. Allein daran ist zu erkennen, dass du dir doch immerhin soviel Zeit gewährst, um nach Möglichkeiten zu suchen, mehr Zeit zum lesen zu finden.

Diese Aufopferung deiner Zeit soll belohnt werden und so stelle ich dir nun 7 Tipps bereit, mithilfe derer du das Lesen wieder einfacher und öfter in deinen Alltag integrieren kannst.

Es würde mich freuen und dir nutzen, wenn du das Lesen ab sofort und spätestens nach der Lektüre dieses Artikels sogar zur Gewohnheit machst.

#1 Erkenne den Sinn am Lesen und den Nutzen für dich

Der Schlüssel zu vielen Erfolgen liegt im Warum einer Sache begründet. Wenn du nicht weißt, warum du etwas tust, dann fehlt der inhaltliche Sinn. Wenn du jedoch den Sinn und den Nutzen einer Sache für dich erkennst, dann machst du bestimmte Dinge aus einem inneren Impuls heraus.

Du tust es dann, weil du weißt, dass es dir Nutzen bringt, dass es gut für dich ist, dass es dich auf deinem Weg voranbringt.

Erkenne den Sinn und den Nutzen für dich und du wirst das Lesen als solches in einem ganz anderen Licht betrachten.

Was ist der Sinn und der Nutzen des Lesens für dich?

Du lernst:

Wenn du dir das Lesen zur Angewohnheit machst, dann lernst du auf einfache Weise immer Neues dazu. Selbst wenn vieles von dem Gelesenen mit der Zeit wieder in Vergessenheit gerät, so bleibt doch immer etwas vom Gelernten auf Dauer hängen.

Du wächst:

Wenn du immer neue Dinge lernst, dann wächst du auch persönlich.

Du hältst deine Gehirnwindungen auf Trab:

Ich kenne einige ältere Personen, die sich durch Lesen bis ins hohe Alter geistig fit gehalten haben. Das sind Menschen, die das Lesen seit Jahrzehnten ihre Gewohnheit nennen. Sie lesen z.B. jeden Morgen die Zeitung oder sie lesen interessante Bücher.

Während andere Zeitgenossen an Alzheimer erkranken, sind sie bis ins hohe Alter geistig fit und aktiv.

Du bekommst ständig neuen Input:

Neuer Input in Form von wissensfördernden Informationen aus Büchern, Workbooks, Ratgebern, eBooks oder Zeitschriften lässt dich Probleme von anderen Betrachtungsweisen erkennen und angehen.

Wenn jedoch kein neuer Input hinzukommt, dann drehst du dich im wahrsten Sinne des Wortes im Kreis. Gewährst du dir aber durch Lesen immer neuen Input, dann wirst du kreativer im Umgang mit deinen Herausforderungen.

#2 Deine Prioritäten: Finde die Zeit / nimm dir die Zeit zum Lesen

Die Frage der Zeit zum Lesen hängt nicht wirklich vom Faktor Zeit ab, sondern vielmehr vom Setzen deiner Prioritäten. Hast du klare Prioritäten in Bezug auf das Lesen, weil du wie in Punkt #1 beschrieben den Sinn und den Nutzen für dich erkannt hast, dann wirst du immer genügend Zeit zum Lesen finden.

Erkläre das Lesen zur Priorität.

Die Priorität Lesen im Vergleich zu anderen Scheinprioritäten

Wähle:

Priorität Lesen oder Priorität Social-Media?

Priorität Lesen oder Priorität Fernsehen?

Priorität Lesen oder Priorität Schlafen?

Priorität lesen oder Priorität Zeit totschlagen?

#3 Lese abwechselnd einfache Lektüre und schwierigeren Lesestoff

Bei besonders lesefaulen Zeitgenossen hat sich die Technik des abwechselnden Lesens zwischen einfacher Lektüre und schwierigerem Lesestoff bewährt.

Musst du z.B. eine Doktorarbeit schreiben und richtig langweilige und langatmige Wälzer durchgehen, dann kannst du zur Auffrischung zwischendurch immer mal wieder etwas leichte Lektüre einschieben.

Diese leichte Lektüre hat dann den gleichen Effekt wie etwa eingelegte Ingwerscheiben zwischen den Sushi-Gängen beim Japaner oder wie der Kaffee zwischen den Weinproben in der Bodega – sie frischen auf und bereiten dich für den nächsten Gang vor.

#4 Wenn du mal keine Lust hast: Dann lese, auf was du gerade Bock hast

Die Vorgehensweise ist hier ähnlich wie beim vorangegangenen Punkt. Nur mit dem Unterschied, dass du wegen irgendwelchen Verpflichtungen nicht auch noch schwere Lektüre lesen musst (siehe die Wälzer für die Doktorarbeit).

Lesen, auf was du gerade Bock hast, auch wenn es noch so unwichtig erscheint, ist immer noch besser, als überhaupt nicht zu lesen.

Selbst das Lesen der Bedienungsanleitung deiner Mikrowelle kann interessanter und bildender sein als das Abendprogramm im Fernseher.

#5 Besorge dir ein elektronisches Lesegerät / eBook-Reader

Ein eBook-Reader ist wirklich eine feine Sache. Falls du noch kein elektronisches Lesegerät dein Eigen nennst, dann empfehle ich dir, eines zu kaufen.

Auf einem eBook-Reader kannst du hunderte und sogar tausende Bücher abspeichern, für deren Aufbewahrung und Transport du in gedruckter Form einen Schiffscontainer bräuchtest. Ok, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber ein Autohänger voll guter Bücher sollte schon in den mickrigsten modernen eBook-Reader passen.

Freilich ist der Umgang mit elektronischen Lesegeräten gewöhnungsbedürftig. Vor allem für eingefleischte Bücherwürmer und Bücherratten, die gerne in echten Büchern blättern. Man kann sich jedoch daran gewöhnen. Und wer viel liest, viel unterwegs ist und nebenbei noch etwas gegen die Abholzung von Wäldern für die Papiergewinnung unternehmen will, der sollte sich besser noch heute als morgen ein elektronisches Lesegerät zulegen.

Mittlerweile gibt es sogar wasserdichte eReader. Mit denen kannst du dann sogar im Urlaub auf der Luftmatratze im Pool oder im Meer lesen.

#6 Zähle deinen eBook-Reader oder ein wechselndes Taschenbuch zum EDC

EDC ist das Kürzel für den englischen Begriff Every Day Carry. Ein Every Day Carry ist eine Tasche oder ein Rucksack, wo alles aufbewahrt wird, was du ständig mit am Mann oder an der Frau hast oder haben solltest.

Das alles kann in ein EDC gehören:

⇒ Schlüsselbund (Autoschlüssel, Haustürschlüssel)

⇒ Geldbörse, Brieftasche

⇒ Smartphone, Handy

⇒ Kleine Taschenlampe

⇒ Kleines Taschenmesser

⇒ EXTRA: eBook-Reader / elektronisches Lesegerät / Taschenbuch

Ein eBook-Reader oder ein Taschenbuch gehören nicht zwangsläufig in ein EDC. Falls du nun jedoch damit beginnen solltest, deinen Lesestoff immer mit dir im Every Day Carry herumzutragen, dann wirst du ganz sicher auch mehr lesen.

Wenn du keinen eBook-Reader oder kein Taschenbuch im EDC mitführst und du bei Gelegenheiten Zeit totschlagen musst (wie an der Bushaltestelle, an der Bahnstation, beim Zahnarzt, beim Warten auf Freund oder Freundin, etc.), dann wirst du wie die meisten anderen nicht lesen, sondern dein Smartphone heißlaufen lassen.

Mache es besser, nutze deine Zeit besser und führe immer interessanten Lesestoff im EDC mit dir.

#7 Führe eine für dich interessante, abwechslungsreiche und aktualisierte Leseliste

Jeder Leseinteressierte kennt den Umstand des Lesestoffengpasses: Man würde ja gerne lesen, wenn man nur wüsste, was man lesen soll.

Damit du in keinen Lesestoffengpass gerätst, solltest du eine interessante, abwechslungsreiche und aktuelle Leseliste führen.

Tipps für das Bereithalten interessanter Leselisten:

⇒ Führe Online-Leselisten (Z.B. in Form von Bookmarks oder einer Word-Datei) und Offline-Leselisten (Z.B. in Form eines einfachen Zettels oder in einem Notizblock).

⇒ Stößt du durch Zufall oder Absicht auf ein interessantes Buch, dann notiere Titel und Autor sofort auf deiner Leseliste. Wichtig ist, dass du es sofort tust. Denn ehe du dich versiehst, hast du es schon wieder vergessen. Genau, damit das nicht passiert, hast du schließlich deine Leselisten. Also, nutze sie auch.

⇒ Tausche dich mit Freunden und Bekannten über ihre Lieblingsbücher aus.

⇒ Checke die Leselisten von Bloggern, Influencern und anderen Persönlichkeiten.

⇒ Checke die deutschen Bestsellerlisten von Spiegel Online und wenn du Englisch verstehst oder lernen willst, dann schaue auch in die internationalen Bestseller wie z.B. bei theguardian.

⇒ Nutze die Wartezeit vor dem Abflug im Terminal für einen Rundgang im Buchshop. Hier findet man oft eine interessante Auswahl kurzweiliger Ratgeber zu vielen Lebensbereichen. Ideal, für das Lesen zwischendurch. Und wenn du kein Buch dort kaufen willst, weil du momentan schon an einem Buch liest, dann kannst du interessante Titel aus dem Buchshop für einen späteren Zeitpunkt in deiner Leseliste notieren.

Fazit

Die gängigste Ausrede für nicht oder wenig Lesen ist, dass man keine oder zu wenig Zeit zum Lesen findet. Das vermeintliche Zeitproblem ist jedoch nur eine Frage der richtigen Einteilung eigener Prioritäten.

Während man genügend Zeit hat, um mehrere Stunden am Tag im Smartphone zu surfen, so scheitert der Lesewille an Zeitknappheit.

Mancher könnte anmerken, dass man im Gegensatz zu einem Buch ein Smartphone schließlich immer mit dabeihat. Spätestens ab Punkt #6 Zähle deinen eBook-Reader oder ein wechselndes Taschenbuch zum EDC zählt auch diese Ausrede nicht mehr.

Mache das Lesen zur angenehmen Angewohnheit!

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